Sàwàddee ká Freunde der Nacht!

Nach einer Übergangsnacht in Bangkok ging es für uns weiter in den schönen Norden Thailands nach Chiang Mai. Für unsere Reise war es uns wichtig, verschiedene Verkehrsmittel zu nutzen und nicht nur zu fliegen. Zwar erweist sich das Fliegen oft als sehr zeitsparend, aber wir wollten auch gerne einen Eindruck davon bekommen, wie Einheimische und andere Touristen reisen – per Bus und Zug. Während wir Euch ja bereits von unseren Buserfahrungen berichtet haben, stand uns nun eine Zugfahrt von ca. 10 Stunden bevor. Morgens um 08.30 Uhr ging es los und der Zug verließ pünktlich den Bahnhof in  Bangkok. Wir hatten uns vorher einiges an Essen gekauft, da wir nicht wussten, ob es während der Fahrt die Möglichkeit gibt, Essen zu kaufen. Wie Ihr euch vorstellen könnt, haben wir uns also so richtig gegönnt und freuten uns auf die Fahrt – bestens vorbereitet.

Wir hatten zwei Plätze, einer davon Fensterplatz, in einem klimatisierten Abteil, das zusätzlich Ventilatoren an der Decke hatte. Die Sitze waren bequem, allerdings fanden wir die Bussitze sogar noch einen Tick bequemer durch die verstellbaren Fußlehnen. Es ging dann los quer durchs Land und durch wunderschöne, wechselnde Natur und Landschaften. Mal blickten wir auf flache grüne Wiesen, die sich bis zum Horizont erstreckten, mal bekamen wir einen sehr intimen Einblick in die Wohngegenden von Einheimischen, deren Zuhause direkt an den Bahngleisen liegt – total interessant und so ganz anders als wir es aus Deutschland kennen. Auf seine Weise sehr charmant und gemütlich. Dann fuhren wir zeitweise durch dichten Dschungelwald, der hohe Berglandschaften bewuchs. Mit einer der schönsten Ausblicke, die wir je hatten. So viel Natur und so ein dunkles Grün. Zwischendurch kam eine sehr nette Zugmitarbeiterin immer wieder vorbei und brachte uns Wasser, Tee und verschiedenes kostenloses Essen. Das ist wirklich ein super netter Service, der überraschend aber sehr willkommen kam.

Gegen Abend hielt unser Zug überraschend an und wie wir mitbekamen gab es wohl ein technisches Problem, das zahlreiche Männer versuchten zu lösen. Letztendlich dauerte dieses Problem dann doch länger und so kamen wir am späten Abend mit 2,5 Stunden Verspätung am Bahnhof von Chiang Mai an. Ab einem gewissen Punkt war unser gesamter Essensvorrat bereits verbraucht. Wir wurden allerdings gerettet, da eine Dame in den Zug sprang, um schnell etwas von ihrem gekochten Essen zu verkaufen. So schlugen wir zu und ergatterten ein Pad Thai für 20 Baht jeweils (ca. 0,54€). Schmeckte sehr lecker und machte uns glücklich.

Die ersten Tage in Chiang Mai sind inzwischen schon wieder rum und es gefällt uns ausgesprochen gut hier. Wir haben endlich wieder eine Wohnung, in der wir uns super wohl fühlen und die sehr gemütlich eingerichtet ist. Wir haben uns am ersten Tag einen Roller für die gesamte Zeit hier gemietet, da wir freier und flexibler sein wollten und das Gefühl, mit dem eigenen Roller die Gegend zu erkunden einfach total toll finden und sehr schätzen. Finn ist inzwischen ein wirklich geübter Rollerfahrer und fährt wie die Einheimischen (an unsere Mütter und alle anderen Besorgten: Trotzdeeeem vorsichtig und bedacht natürlich ;-)).

Chiang Mai ist die größte Stadt im Norden Thailands und dennoch ist sie beruhigt, entspannt und harmonisch. Im inneren Kern, der Altstadt, gibt es noch Reste der alten Stadtmauer und überall hängen bunte Lampions, die nachts leuchten. Im Vergleich zu Bangkok ist es hier viel ruhiger, entspannter und schöner und lange nicht so überfüllt. Wir haben bereits eine sehr schöne Ölmassage genossen, gehen viel trainieren und sonnen uns fleißig, um die Urlaubsbräune in Stand zu halten. Direkt vor unserer Tür liegt die Universität von Chiang Mai, die größte und beste im Norden Thailands wie uns mitgeteilt wurde. Der Campus ist riesig und es gibt unzählige Sportplätze, die vor allem abends viel benutzt werden. Hier blüht das Leben und wir lieben es. Was brauchen Studenten nach einem anstrengenden Tag voller Lernen? Richtig! Gutes Essen. Deshalb gibt es hier Unmengen von Streetfoodständen, von denen auch wir schon profitiert haben. Super günstig und vielfältig. Wir haben einen thailändischen Kokos- und Sticky Rice Kuchen für uns entdeckt und bleiben auch unseren All Time Favorites wie Pad Thai natürlich treu. Für zwei Gerichte und zwei Stück Kuchen haben wir 2,70€ bezahlt. Wenn man das mit unserer Zeit in Khao Lak bei Phuket (auch Thailand) vergleicht, wo wir für dasselbe 8-10€ bezahlt haben, ist das echt verrückt. Dazu ist es hier noch viel schöner und gefällt uns viel besser.

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Wir können wirklich sagen, dass uns Thailand als Land bisher am besten gefällt und wir auf jeden Fall bald wiederkommen wollen, um noch mehr Zeit hier zu verbringen. Wir sind total angekommen und genießen die Zeit und die vielen Eindrücke in vollen Zügen. Und irgendwie wird es ein lachendes und ein weinendes Auge sein, wenn am 19.12. unsere Zeit in Thailand endet. Aber bis dahin lassen wir es noch krachen, werden noch sehr viel essen, viel unternehmen und entdecken und uns sicherlich noch das ein oder andere Mal massieren lassen. Ihr dürft also gespannt sein.

Passt auf Euch auf und grüßt uns den Winter.

Canan & Finn

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