Ho Ho Ho vom anderen Ende der Welt,

wir haben uns eine wirklich schöne Zeit in Chiang Mai gemacht, haben die Tage dort in Ruhe genossen und viel erlebt. Am vorletzten Tag haben wir uns zu dem 170 km entfernten Doi Inthanon Nationalpark begeben – per Roller. Er beherbergt mit seinen 1005 Quadratkilometern nicht nur wunderschöne und riesige Wasserfälle, sondern auch den mit 2565 Metern höchsten Berg Thailands, von dem aus man das wunderschöne Bergland Nordthailands bestaunen kann. Auch die beiden königlichen Pagoden Phra Maha Dathu Nabha Metaneedol und Nabhapol Bhumisiri haben wir uns angesehen. Die thailändische Air Force hat diese anlässlich der 60. Geburtstage des inzwischen verstorbenen König Bhumibols (1987) und der Königin Sirikits (1992) erbauen lassen. Die Grünanlage um die Pagoden herum ist sehr gepflegt und liebevoll bepflanzt. Man kann durch den Garten schlendern und genießt einen wirklich tollen Blick auf die Berge, die ruhig daliegen und sich über den gesamten Horizont erstrecken.

Wir sind morgens gestartet und haben uns einen 125ccm Roller ausgeliehen, da unser anderer Roller die Steigung wahrscheinlich nur mit großer Mühe geschafft hätte. Der Weg dahin war aufregend, vor allem weil es für Canan was Neues war, eine so lange Strecke mit dem Roller zu fahren – jaja der Rücken und das Gesäß… Aber die Strecke machte Spaß und es bot sich bereits auf dem Highway ein fantastischer Blick auf saftig grüne Junglelandschaften. Wir haben uns insgesamt drei Wasserfälle angesehen, die allesamt besonders und faszinierend waren. Den ersten konnten wir uns auch von der Nähe ansehen, er war schön und abseits von den Touristen. Den zweiten konnten wir nur von der Ferne, einem höhergelegenen Holzsteg, bewundern. Dieser hat uns jedoch am besten gefallen, weil er ruhig und beschützt umgeben von ungezähmten Dschungelpflanzen wuchs. Der Gedanke gefiel uns, dass es Touristen nicht möglich ist, ihn zu „stören“ und ihm zu nahe zu kommen. Vielmehr lag er inmitten seiner grünen Umgebung und bot uns dennoch ein wunderschönes Bild. Der dritte Wasserfall war der größte. Bereits beim Besteigen der Stufen sprühte uns Wasser entgegen, da das Wasser mit einer solchen Kraft herabstürzt, das es feinen Nieselregen auslöst. Der Wasserfall ist ca. 70 Meter hoch. Es ist faszinierend, welche Wege sich die Natur bahnt und wie machtvoll sie ist. Auf dem Weg nach oben zum Gipfel haben wir immer mal wieder am Straßenrand gehalten, weil uns der Ausblick so gut gefallen hat. Es ist für uns immer ein schöner Ausgleich, wenn man die Stadt kennen lernt, aber auch das Umland, vor allem wenn dieses eine so tolle Naturlandschaft bietet. Wir wurden vorab schon gewarnt, dass es auf dem „Gipfel“ ein wenig frisch werden kann. Es waren oben dann auch „nur noch“ 17 Grad und gerade gepaart mit dem Fahrtwind haben wir ordentlich gefroren und waren dankbar für unsere mitgebrachten Jacken.

Nachmittags haben wir uns dann wieder auf den Rückweg begeben. Die späte Nachmittagssonne hat uns nochmal so richtig gezeigt, was sie kann, sodass Finn am Abend einen schönen kräftigen Sonnenbrand am Nacken hatte. Canan hatte hingegen auf den Bäckchen einen Sonnenbrand und wie es die Sonne so wollte, hatte sie einen Sonnenbrillenabdruck – Wer liebt das schon nicht, weiß umrandete Augen und rote Backen zu haben? Der Tag hat uns neben einer extra Portion Farbe im Gesicht viel Freude bereitet und war wirklich sehr schön. Der Nationalpark bietet so vieles und führte uns mal wieder vor Augen, dass es sich immer wieder lohnt raus in die Natur zu gehen und sich deren Schönheit anzusehen.

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Unsere Zeit in Chiang Mai neigte sich dann leider dem Ende zu. Bisher ist sie unsere liebste Stadt in Thailand aufgrund ihrer Ruhe, Entspanntheit und ihrer schönen, heimischen Atmosphäre. Beim abendlichen Schlendern durch die Stadt waren wir oft von wunderschönen Laternen und Lichtern umgeben, die überall in der Stadt am Fluß aufgehängt sind. Sie leuchten in warmen Weißtönen sowie in bunten Farben und geben allem eine gemütliche Stimmung. Der Fluß ist von pinken Seerosen bedeckt, es ist wirklich so schön gewesen, dort entlang zu gehen. Wir werden es hier sehr vermissen, sind aber auch schon total gespannt auf unsere Tage in Bangkok, dieses Mal dann außerhalb des Innenstadttrubels. Ihr werdet von uns hören, wie immer und wir wünschen Euch bis dahin eine schöne und glückliche Adventszeit!

Eure

Canan & Finn

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