Suasdey!

Unsere Zeit hier in Siem Reap in Kambodscha neigt sich schon wieder dem Ende zu.

Nachdem wir am Donnerstag Abend nach einer langen, aber angenehmen Busfahrt angekommen sind, haben wir es Freitag erstmal ruhig angehen lassen. Canan wurde am Mittwoch bei der Abreise aus Vietnam nämlich leider krank mit Fieber und Schnupfen. Krankheitstechnisch steht es also inzwischen 1:1. Den Freitag haben wir deshalb genutzt, um uns auszuruhen, Serie zu schauen und Leckeres zu essen.

Samstags haben wir uns dann mit einem Tuk Tuk (einfach immer ein Erlebnis) in die Stadt aufgemacht zum Old Market. Dort gibt es viele Kleidungsstände und einheimische Essensstände mit frischen Lebensmitteln oder getrocknetem Obst. Wir haben dort zu Mittag gegessen und sind dann zum Fluss gegangen. Dort war tagsüber leider nicht so viel los und das Wasser sah nicht besonders einladend aus, weshalb wir wieder zurück sind.

Da wir schon seit längerem keine Massage mehr genossen hatten, wollten wir dies nun nachholen. Canan machte ein Spa-Studio aus, in dem eine einstündige Massage 6 bzw. 8 US Dollar gekostet hat. Ja, liebe Freunde, bei diesen Preisen hätte man schonmal aufmerksamer werden sollen. Wir können als Fazit sagen: Die beiden Damen können sicherlich vieles, aber massieren gehört nicht dazu. Nachdem Canan in den ersten 5 Minuten noch freundlich zu ihrer Masseurin meinte: „Could you please push/press a little harder?“, tauschten wir am Ende der Massage nur fassungslose Blicke aus. Fassunglos hinsichtlich des Geldes, das wir hätten vieeeel besser in gutes Essen investieren können. Und fassungslos aufgrund der wirklich schlechten Qualität der Massage- im Grunde haben sie an einzelnen Stellen einfach 50 mal hoch und runter gestreichelt. Canans Masseurin hatte dann aber noch den Mut, sich auf Canans Hinterbeine zu stellen und darauf auf und ab zu gehen bis zum oberen Teil ihrer Wirbelsäule. Wir sind einfach nur dankbar und erleichtert gewesen, dass das geklappt hat und sie nicht aus Versehen daneben getreten ist.

Nachdem wir nun unentspannter als zuvor waren, sind wir in ein Kaffee gegangen und haben uns dort versucht selbst zu entspannen. Ein guter doppelter Espresso bei Sonnenschein. Abends sind wir dann nochmal zum Old Market, der auch gleichzeitig der Night Market ist, zurück gekehrt, um dort zu Abend zu essen und den Markt bei Nacht zu erleben. Für insgesamt 2 Dollar haben wir super leckere Yellow Noodles mit Gemüse  gegessen und mal wieder gemerkt, wie sehr wir Streetfood in Asien lieben. Beim Schlendern durch die belebten Straßen haben wir dann einen Stand entdeckt, der frittierte Insekten anbietet und es war Finn, der todesmutig meinte: „Komm, wir probieren das jetzt mal.“ So versah er sich kurze Zeit später mit einer kleinen roten Wasserschlange am Spieß in der Hand und probierte diese, so wie Canan kurz darauf. Fazit: Schmeckt wie Hühnchen, nur knuspriger. Und wirklich nicht schlecht. Durch unseren „Mut“ haben wir andere auch dazu gebracht, zu probieren und so wurde der Stand schnell etwas voller. Kurz darauf haben wir eine Madenart probiert, die allerdings aufgrund der weich-schleimigen Konsistenz nicht so unser Fall war. Ein Eis gab es darauf hin auch noch für uns.

Am Sonntag haben wir uns dann auf zur Tempelanlage von Angkor Wat gemacht. Wir haben uns dazu entschieden, nur einen Tag die Tempel zu besichtigen, da es aufgrund von Canans Krankheit zeitlich knapp geworden wäre und wir der Meinung waren, dass wir auch an einem Tag viel sehen können. Wir sind deshalb früh morgens gestartet und haben uns fünf Tempel angesehen, die wir uns vorher rausgesucht haben. Einer davon war der Tempel, in dem einer der Tomb Raider Filme gedreht wurde. Der wohl bekannteste Tempel Angkor Wat war zu unserer Enttäuschung wirklich völlig überladen mit Touristen – vor allem asiatischen Großreisegruppen. Wir sind zwar inzwischen realistischer geworden und wissen, dass viele schöne Orte keine Geheimtipps sind, aber dennoch war es schade, dass es derartig voll war. Denn wo viele Menschen sind, ist es sehr laut.

Die Tempel, die wir gesehen haben, waren wunderschön und sehr beeindruckend. Wir sind immer wieder erstaunt darüber, was Menschen für Unglaubliches errichteten und wieviel Geschichte, Kultur und Glaube in solch alten Mauern stecken kann. Neben Angkor Wat haben wir uns zwei Dschungeltempel angesehen, die uns mit am besten gefallen haben. Zum einen, weil sie deutlich weniger besucht waren und man die Stille des Tempels auf sich wirken lassen konnte und zum anderen, weil die Mauern mit vielen Details und sehr viel Liebe einst verziert wurden. Durch die Zeit und den Eingriff der Natur, sieht alles noch viel schöner und mysteriöser aus. Einer der Tempel war ein reiner Wassertempel, den man nicht betreten konnte. Er war von Wasser umgeben und es lag etwas Erhabenes darin, wie er dort umgeben von Wasser ruhte. Auch der Weg dorthin führte uns über einen Holzsteg, der inmitten eines Sumpf- bzw. Wassergebietes lag. Den Tomb Raider Tempel haben wir uns zuletzt angesehen. Auch dieser ist beeindruckend, vor allem, weil man hier viele Bäume sieht, deren riesige Wurzeln Teile des Tempels einfach überwachsen haben und unter sich verschlingen. Die Natur bahnt sich ihren Weg und er könnte schöner nicht sein. Solch gigantische Baumwurzeln in Verbindung mit alten, verwitterten Tempelmauern haben ein echtes Spektakel des Schönen geboten, dass uns sehr gefallen hat. Zwar war es dort wieder voller, aber wir haben uns bewusst Ecken gesucht, die Andere anscheinend für nicht so interessant/ schön gehalten haben und an denen es sehr ruhig und mystisch war.

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Morgen früh machen wir uns wieder mit dem Bus auf zurück nach Bangkok. Am Mittwoch geht es dann direkt weiter mit dem Zug in den Norden Thailands, um Chiang Mai zu erkunden. Das Beste: In Chiang Mai erwartet uns dann endlich wieder eine Wohnung, denn was wir sicher sagen können, ist dass wir diese Hotelzimmern inzwischen auf jeden Fall deutlich vorziehen.

Trinkt einen Glühwein für uns mit,

Canan & Finn

 

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Ein Kommentar

  1. Ach, wieder so schöne Bilder aus allen Lebenslagen. Essen und Trinken und diesmal auch viele Tempelbilder, vor allem auch mit Katze 😸 Macht weiter so und ganz viel Spaß bei euren Erlebnissen. Eure Texte sind wirklich sehr schön und gut zu lesen. Ich kann es nicht erwarten, den nächsten Eintrag zu lesen. Liebe Grüße von Ulli 😄

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