Hallo alle zusammen,

hier ist es gerade 11:00 Uhr morgens – die perfekte Zeit, um am Pool einen neuen Blogeintrag zu schreiben. Wir sind nun schon ein paar Tage hier auf Bali und haben so einiges erlebt, das wir gerne mit Euch teilen wollen.

Wir haben uns am Samstag einen kleinen Gefährten in Form eines Scooters (Roller) gemietet, um die Gegend schneller, weitläufiger und ungebundener erkunden zu können. Da Canan dezent immer wieder betonte, sie traue sich nicht, haben wir nur einen gemietet und Finn durfte die ehrenhafte Aufgabe des Fahrers übernehmen – was er by the way meistert wie ein furchtloser Einheimischer. Man merkt, es ist durchaus hilfreich, wenn man bereits Rollererfahrungen jeglicher Art gesammelt hat. Wir wollen aber keineswegs den Eindruck erwecken, dass der Verkehr in Deutschland mit dem hier auf Bali annähernd zu vergleichen sei. Neben einem sehr hohen Verkehrsaufkommen und den anscheinend nicht vorhandenen Verkehrsregeln (zumindest hält sich kein Mensch dran) herrscht hier auch noch Linksverkehr. Man meint es also besonders gut mit uns. Oft sieht man Menschen, die zu dritt oder viert auf einem Roller sitzen, Tiere die zwischen zwei Personen mitfahren, kleine Kinder im Fußraum sowie transportierte Möbel. Aber man muss sagen, dass trotzdem jeder auf sich aufpasst und wir bisher keinen Unfall erlebt haben – möge es so bleiben.

Eigentlich waren wir gerade auf dem Weg zum Ubud Markt, damit Canan glücklich ist, haben dann aber gedacht „ach komm wir fahren mal drauf los und erkunden die Gegend“. Tatsächlich landeten wir schnell in Gegenden, die umgeben waren von saftig grünen Wiesen und Reisfeldern. Dieses Grün kann man nicht beschreiben, man muss es sehen. Wir entdeckten dann die Reisterrassen in Tegalalang und entschieden spontan, sie uns anzuschauen. Dazu muss man nochmals erwähnen, dass die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit hier sehr hoch sind, sodass wir im klassischen Tourilook in Flip Flops, kurzer Hose und Top reisen (nein Freunde, Finn trägt natürlich kein Tanktop, sondern ein T-Shirt – Bizeps wie Taylor Swift). Schnell wurde uns klar, dass Flip Flops eine gänzlich dumme Schuhwahl sind, wenn man unebene, erdige Stufen von ca. einem halben Meter Höhe auf- und absteigen muss. Haben wir aber gemeistert, wie echte, motivierte Touristen. Immerhin war unser Ziel, ein authentisches, unberührtes und naturbelassenes Reisfeld zu erkunden. Da wir zuvor viele Bilder von Menschen vor Reisterrassen im Internet gesehen haben, machte sich ein bestimmtes Bild bei uns breit, auf das wir uns einstellten. Die Realität holte uns jedoch schnell ein und uns wurde klar, dass die Tourismusindustrie hier sehr ausgeprägt ist. Was verständlich ist, da es eine traumhafte Landschaft ist und jeder gerne von Naturschönheiten profitiert, wir ja genauso.

Nach einem Flip-Flop-Marsch von gut 25 Minuten, Weg von den Touristen-Attraktionen rein in die Reisfelder, haben wir eine wunderschöne Stelle gefunden, an der Canan ein obligatorisches Foto wollte. Als mittlerweile sehr erfahrener Canan-Fotograf wollte Finn sich natürlich dafür in die perfekte Stellung bringen. Die Wege, die durch die Reisfelder führen, sind allerdings sehr schmal. Was dazu führte, dass Finn versehentlich mit einem Fuß im Reisfeld landete. Klingt erstmal alles halb so wild. Man muss nur wissen, dass es sich hier zu Lande um einen Naßanbau von Reis handelt. Bedeutet, dass dabei Felder durch Fluß- oder Regenwasser unter Wasser gesetzt werden. Das Wasser ist kein stehendes Gewässer, sondern langsam fließend und vor allem voller Matsch und äußerst warm. Nachdem Canan gesehen hatte, was passiert ist, sagte sie: „Zieh doch den Fuß einfach raus“, woraufhin Finn leicht entnervt äußerte (wir erinnern uns, die Situation kam nur zustande aufgrund eines Foto Wunsches): „Es geht nicht, mein Flip-Flop steckt noch im Matsch fest“. Ende vom Lied, wir lachten, Canan bekam trotzdem ihr Foto und der Rückweg bestand für Finn aus einem schlammigen Fuß und einem äußerst rutschigen Flip-Flop.

« 1 von 10 »

In dem Sinne, bleibt trocken und achtet drauf, wo ihr hintretet.

Eure

Canan & Finn

3 Kommentare

  1. Ich liebe, liebe, liebe Eure Beiträge auch bisher und finde es richtig amüsant, die ganzen Stories zu lesen, als wäre man live dabei gewesen 🙂

    Allerdings vermisse ich tatsächlich am Ende das Bild von Finn mit den schlammigen Füßen aus dem Reisfeld 😀

    Liebe Grüße und weiterhin eine schöne Reise!

  2. Ich möchte ja gar nicht wissen, was für fiese kleine Biester in diesem schlammigen Wasser leben, Blutegel und anderes, das sich bereits fix durch Finns Haut gebohrt hat und nun durch seinen Körper krabbelt und sich dort rasant vermehrt … Juckt doch bestimmt schon? 😜
    SCNR 😉

    Hach, die Bilder sind wieder mal wunderschön! ❤

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.