Hallo Ihr Lieben,

länger ist’s nun her, dass Ihr von uns gehört habt. Wir haben unsere letzte Woche in Jimbaran auf Bali ganz entspannt und gemütlich verbracht, ohne viel Stress und Hektik. Die Anreise war dieses Mal auch wieder auf unserer Seite, wir haben uns letztendlich doch wieder fürs Speedboat entschieden, einfach aufgrund des Zeitfaktors. Erfahren und gerissen, wie wir nun mal sind, haben wir uns gleich von Anfang an nach hinten gesetzt und die Fahrt über Musik gehört – hat prima geklappt und Canans Blick beim Verlassen des Bootes war viel freudiger (sind wir nicht alle erleichtert? ;-)).

In Jimbaran angekommen, mussten wir erstmal feststellen, dass wir ein offenes Bad haben. Ein offenes Bad bedeutet auf Bali, dass der Dusch-, Toiletten und Badebereich nicht überdacht ist. Jap, das heißt, dass unsere kleinen vierbeinigen und kriechenden Gefährten uns beim nächtlichen Toilettengang theoretisch auf der Schulter sitzen könnten ganz nach dem Motto „Na, deutscher Freund, wie läufts?“ Es mag nun einige begeisterte Verfechter von offenen Badezimmern unter Euch geben (man kennt es von Instagram), aber wir waren nicht ganz so sehr begeistert. Gab aber leider keine anderen Zimmer, also haben wir uns schnell und erfolgreich daran gewöhnt.

Die Zeit in Jimbaran haben wir uns vor allem mit Strandaufenthalten vertrieben, haben an einem Strandabschnitt eine sehr liebenswerte balinesische Familie kennengelernt, die eine Art Strandbar mit Sonnenliegen betreibt. Diese wurde zu unserer Stamm-Strandbar, wir waren wirklich jeden Tag dort, außer samstags, da war die Familie beim Beten in einem Tempel und hatte geschlossen. Es war ein wundervolles und wohltuendes Gefühl, die Tage entspannt auf der Sonnenliege zu verbringen und das freie Leben zu genießen. An einem Abend haben wir uns einen wirklich wunderschönen Sonnenuntergang angeguckt mit Rotwein (so sehr vermisst…) und Chips. Dabei wurden wir derartig krass von Sandfliegen zerstochen am Fuß (Canans Fuß leidet immer noch, da das Wort Selbstbeherrschung beim Kratzen für sie ein Fremdwort ist).

Wir haben auch unsere erste Polizeikontrolle hinter uns. Das war vielleicht was. Wir fuhren also entspannt und motiviert zum Strand und passierten die Polizeistation, die ansonsten immer verlassen wirkte. Tja an diesem Tag nicht, stattdessen standen mehrere Polizisten an der Straße und fingen Rollerfahrer ab, so auch uns. Da wir unseren internationalen Führerschein nicht mit hatten, musste Finn mit dem Polizeibeamten mit und musste ihm Geld geben. Canan, die am Straßenrand stehen blieb und von Finn von der Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 30 Euro erfuhr, war wenig erfreut und pöbelte gleich wild drauf los a la dass das eine Unverschämt sei. Finn wies sie darauf hin, dass es keinen Sinn mache, sich vor der Polizei so aufzuregen und dass diese am längeren Hebel sitze. Aber wutentbrannt wie Canan nunmal war, entgegnete sie in gespielter Lässigkeit, dass die uns gar nichts können, weil wir dann einfach das deutsche Konsulat benachrichtigen würden. Es gibt diese Momente, da lässt man eine Canan einfach in ihrem Glauben und nickt und sagt ok, hast recht. Kurz darauf, sieht Canan es dann meistens ein. Wir sind dann jedenfalls nochmal ins Hotel gefahren und haben den internationalen Ausweis geholt. Nach googeln ist und auch aufgefallen, dass 30 Euro eine deutlich zu hohe Strafe ist, aber so what, mussten dann halt aufs Abendessen verzichten.

« 1 von 23 »

Die Zeit auf Bali war wirklich wunderschön und vielseitig. Wir haben jetzt dreieinhalb Wochen hier verbracht, haben verschiedene Orte gesehen, viel Leckeres gegessen, waren sportlich und auch mal faul und konnten oft die Schönheit sowie auch deren Kehrseiten kennenlernen. Bali war unser erstes Ziel auf unserer 5-monatigen Reise und wir können sagen, dass es uns sehr gut gefallen hat. Danke, Bali und see you again. Und nun: Auf in neue Abenteuer!

Haut rein, haut raus!

Eure

Canan & Finn

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.