Oh, was ist das für ein tolles Gefühl, jemanden auf einer Reise kennen zu lernen und ihn dann 2,5 Monate später in seinem Heimatland zu besuchen und mit ihm und seinen Freunden Silvester zu verbringen. Wir sind so vielen Menschen auf unserer Reise bisher begegnet und viele davon werden immer in unserer Erinnerung bleiben, weil auch sie Teil unserer Reise sind. Dom ganz besonders, so ein lustiger Dude. Absolut sarkastischen Humor und immer ein verschmitztes Grinsen im sommersprossigen Gesicht. Die Wiedersehensfreude war riesig, als wir in Taupo ankamen. Mit dabei waren ein weiterer Freund vom Studium Lou und Doms Zukunftsfreundin (noch nicht offiziell, aber eigentlich sind sie schon zusammen- man kennt es). Wir haben es uns für den Rest des Nachmittages auf dem Sofa bequem gemacht, geredet und gelacht. Es gab Pasta, Steak Sandwiches und viel Süßes (auch das kennt man).

Am nächsten Morgen sind wir Hiken gegangen. Dom sprach von einem „nice and calm“ walk, also einem schönen und ruhigen Spaziergang von 2 Stunden. Da sieht man einmal mehr, wie sehr sich Wahrnehmungen unterscheiden können. Das dachten wir uns zumindest, als wir kurz vorm Abnippeln den Berg hochsputeten. Super schöner Aufstieg, gar keine Frage! Wir sind erst über grüne Hügel gestiegen um dann den Bergwald zu betreten und diesen bis zur Bergspitze auch nicht mehr zu verlassen. Der Weg war schmal, aber umgeben von wunderschöner und wilder Natur. Ab und zu wurde es matschig und rutschig. An dieser Stelle fragen wir uns alle kurz, wer einige Male gekonnt ausgerutscht ist und sich fast hinlegte? Korrekt… man erinnere sich nur an die Reisfelder in Bali und kennt die Antwort: FINN. Nach einem sehr schweißintensiven Aufstieg kamen wir oben an und staunten dann nicht schlecht. Ein grandioser Ausblick auf die umliegenden Wälder, Felder und den riesigen Lake Taupo, der sich glitzernd unter dem Sonnenschein vor uns erstreckte. Wir haben uns dann hingesetzt und den Moment verinnerlicht, mit viel Ruhe und Freude. Das ist tatsächlich etwas, das wir beide bemerken. Wir fühlen uns der Natur hier sehr nahe und dazu kommt, dass wir uns hier Zeit nehmen. Wir genießen schöne Momente und kosten diese voll aus. Es ist so viel wert, das Leben und dessen Inhalt mit Ruhe auf sich wirken zu lassen und die Zeit dabei hintenanzustellen. Seit unserer Reise haben wir diesen Luxus bzw. nehmen ihn uns bewusst, wir werden das definitiv im Alltag auch versuchen, mehr umzusetzen. Danach machten wir uns wieder auf Richtung Auto. Der Weg runter geht ja dann auch meistens wirklich schneller, man schleddert halt auf dem Matsch einfach locker lässig gen Tal und versucht dabei so auszusehen, als seien die trabenden Schritte mit Absicht (nicht weil man zu schnell wurde aufgrund fehlendem Abbremsvermögen).

Als Belohnung gab es dann Hotdogs Neuseeländischer Art und eine Menge MMA-Kämpfe im Fernsehen. Am nächsten Tag ging es dann auf zur Farm eines Freundes von Dom, aber das liebe Menschen, ist eine andere Geschichte.

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Genießt die letzten Tage in 2018 und verbringt sie hoffentlich glücklich,

Canan & Finn

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