Einen schönen guten Abend alle Zusammen,

wir haben etwas so so Tolles erlebt! Von Anfang an hatten wir geplant, einen Kochkurs zu machen, wenn wir in Thailand sind und tadaaa nun war es soweit. Wir hatten in unserer Wohnung eine Broschüre gelesen und uns über die besagte Kochschule informiert und haben dann für den ersten Advent einen Kochkurs gebucht. Da es an einem Sonntag stattfinden sollte, haben wir noch gewitzelt wir seien bestimmt die Einzigen, was dann tatsächlich auch so war!! Aber alles der Reihe nach.

Wir wurden an unserer Wohnung von einer sehr netten Thailänderin abgeholt, die uns fröhlich begrüßt hat. Mit ihr sind wir dann zu einem Local Market gefahren, wo wir viel über thailändische Gewürze gelernt haben, wie etwa über die Bedeutung der Chilischotengrößen oder Ingwersorten. Auch thailändisches Gemüse wurde uns erklärt und wir durften an allem schnuppern. Ein super gelungener Start in einen Kochkurs, der uns noch mehr Appetit aufs Kochen machte und uns einstimmte auf die thailändische Küche. Wir durften in einer Broschüre sechs Gerichte ankreuzen, die wir später gerne kochen wollen. Gesagt getan, unsere Gerichte ähnelten sich sehr, nur drei Gerichte wählten wir verschieden aus. Auf dem Weg zur Kochschule teilte Quan, so heißt die junge Dame, mit, dass wir die einzigen wären. Wir konnten unser Glück halt echt kaum glauben, eine private Kochstunde am ersten Advent hätte nicht besser sein können. Auf dem Weg erzählten wir ihr, dass wir Pad Thai lieben würden und fragten sie, was ihr Lieblingsgericht sei. Daraufhin antwortete sie locker mit: „Pizza“. Haben alle drei ziemlich gelacht. Wir kamen dann an und uns wurde der Kochbereich gezeigt. Es war schon viel vorbereitet, Wokpfannen standen bereit, der Arbeitsplatz war mit Schneidebrett und einem dieser super fancy professionellen Messern bestückt. Und ehe wir uns versahen, ging es auch schon los. Man muss dazu sagen, dass Finn der leidenschaftliche Koch in unserer Beziehung ist, weil er es kann und liebt. Canan hält sich bei Kochgelegenheiten immer gerne etwas zurück, weshalb sie anfangs etwas unsicher war, ob sie alles „gut“ schaffen würde.

Das erste Gericht, das wir gekocht haben gilt als das in Thailand bekannteste Nudelgericht (Ihr habt es schon des Öfteren hier gelesen und gesehen): Pad Thai. Dabei handelt es sich um gebratene Reisnudeln mit Tofu, Ei, Shrimps oder Hühnchen, Fischsauce, Tamarindsaft, Palmzucker, frischen Sojasprossen und Schnittlauch. Zunächst mussten wir alles klein schnibbeln und danach im Wok zubereiten. Fazit: Es war mit das beste Pad Thai, das wir jemals gegessen haben.

Weiter ging es mit Hühnchen in einer Kokosnussmilchsuppe. Die Zutaten für diese sind Zitronengras, Kokosnussmilch, Galangal und Kaffir-Limettenblätter. Sie schmeckte sehr milchig, ein bisschen scharf und sauer. Dazu kochten wir noch ein anderes ausgewähltes Gericht: Für Finn war das ein pikanter Hühnchen-Salat. Dieser bestand aus zerhacktem Hühnchen, was zunächst in Wasser gekocht wurde und dann im Wok mit Minze, Chiliflocken, Koriander, Limettensaft und Fischsauce vermischt wurde. Serviert wurde der Salat dann mit Gurkenstreifen. Canan bereitete währenddessen den all time Klassiker zu: Selbstgemachte Frühlingsrollen. Gefüllt wurden diese mit Hühnchen, Glasnudeln, Sojasproßen, Schnittlauch, Karotten, Maiskölbchen und einer bestimmten Marinade. Canan musste sie selbst belegen, rollen und anschließend in heißem Sojaöl frittieren. Gegessen wurden alle drei Gerichte zusammen und es schmeckte köstlich! Vor allem die Erfahrung, selbst gerollte Frühlingsrollen zu essen und zu wissen, welche Arbeitsschritte dahinter stecken, ist sehr lehrreich und schön gewesen.

Nach einer 10-minütigen Verdauungspause (als ob wir eine gebraucht hätten, man kennt uns), ging es weiter mit der Herstellung unserer eigenen Currypaste. Canan entschied sich hier für eins der populärsten Thaicurrys, das grüne Curry. Für die Paste wurden frische grüne Chilis, Scharlotten, Knoblauch, Zitronengras, Koriander und Kaffir-Limetten mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und im Mörser zu einer Paste verarbeitet. Danach haben wir frische Kokosnussflocken in warmem Wasser zerdrückt, sodass wir Kokosnusswilch daraus gewinnen konnten. Im Wok wurde dann die Kokosnussmilch, die Currypaste, Aubergine und Hühnchen zu einem schmackhaften grünen Curry vermischt. Je nachdem wie viel Currypaste man hinzufügt, desto schärfer wird es. Finns Wahl fiel auf das Pa-nang Curry, welches sich durch rote Chilischoten und Erdnüsse von Canans Curry unterschied. Auch hier haben wir ein weiteres Gericht zubereitet, um anschließend beide Gerichte mit Reis zu verzehren. Unsere Wahl fiel auf gebratenes Hühnchen mit Cashew Nüssen. Dazu werden die Nüsse, Zwiebeln, Pilze, die wie Elefantenohren aussehen und auch so heißen, mit getrockneten Chilischoten und verschiedenen Saucen kurz im Wok angebraten und serviert. Fazit: Ein eigenes Curry herzustellen war was ganz Neues und es hat echt lecker geschmeckt.

Zu guter letzt kamen wir zum besten Teil (wir alle wissen was nun folgt): Der Nachtisch. Einmal den Black Sticky Rice Pudding mit Kokosnussmilch und gebratenen Kokosnussflocken (die Canan unter Mühe in 10 Minuten und hoher Hitze anbraten musste). Und der Klassiker unter den thailändischen Desserts: Sweet Sticky Rice mit Mango. Der krönende Abschluss eines gigantischen 6-Gänge-Menüs.

Zu den 6 Gängen muss gesagt werden, das Quan uns beim ersten Gang darauf aufmerksam machte, das wir Speisen, die wir nicht schaffen oder nicht ganz aufessen wollen, auch in Tüten einpacken können um diese mitzunehmen. Kurz gesagt: Haben wir kein einziges Mal gemacht. Wir verfressenen Menschen haben es doch tatsächlich hinbekommen kein einziges bisschen Essen überzulassen oder mitzunehmen. Alles verputzt. Waren dann auch ganz schön voll. Quan meinte nur, das käme so gut wie nie vor. Aber wir bleiben gerne gut im Gedächtnis.

Canans „Sorgen“ vor dem Kochen stellten sich, wie sie später selbst sagte, als völlig unbegründet heraus. Vielmehr freute sie sich wie ein Kind darüber, dass nun auch sie die Leidenschaft und Freude des Kochens erlebt hat und hat schon angekündigt, in Zukunft öfter den Kochlöffel zu schwingen. Wir dürfen alle gespannt sein.

Am Ende haben wir noch ein Rezeptbuch bekommen. Falls Ihr also nun Appetit bekommen habt und das ein oder andere Gericht nachkochen wollt, lasst es uns gerne wissen und wir schicken Euch das jeweilige Rezept.

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Mit vollem Bauch und glücklichen Grüßen wünschen wir Euch allen eine besinnliche Adventszeit!

Canan & Finn

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